Medizinische Hypnose und Akupunktur

Zahnärztliche Prothetik

Direktor:
Prof. Dr. med. dent. Manfred Wichmann

Medizinische Hypnose und Akupunktur

Durch medizinische Hypnose und Akupunktur lassen sich auch ohne Medikamente gute Therapiemöglichkeiten erzielen, was bei besonders ängstlichen Patienten mit einem starken Würgereiz oder einer Medikamentenunverträglichkeit sinnvoll ist.

Hypnose:

Die Anwendung Medizinischer Hypnose in der Zahnmedizin ist noch relativ neu, wenngleich die Hypnose selbst als Heilungsmittel nahezu so alt ist wie die Menschheit selbst. Hypnose, die nichts anderes als ein tiefer Entpannungszustand ist, findet für eine Vielzahl von Patienten in der Zahnmedizin Anwendung.

Für diese Patienten stellt die Hypnose z.T. die einzige Möglichkeit dar, sich zahnärztlich, ohne beruhigende Medikamente oder sogar eine Vollnarkose behandeln zu lassen.

Damit stehen auch schon die potentiellen Patienten für eine Hypnosetherapie fest:

  1. Patienten mit extremer Angst (Phobie) vor dem Zahnarzt
  2. Behandlungsunwillige Kinder
  3. Patienten mit massivem Würgreiz
  4. Patienten mit einer Überempfindlichkeit oder Allergie gegen örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhesie)
  5. Patienten mit zahnmedizinischen Funktionsstörungen, (z.B. Schmerzen im Kiefergelenk und der Kaumuskulatur)

In der medizinischen Hypnose wird diese ausschließlich nur zum Wohl des Patienten verantwortlich eingesetzt. Der Patient wird durch eine spezielle Technik und nicht etwa durch „schwarze Magie“ über Konzentrationsübungen in einen tiefen Entspannungszustand versetzt. Der Patient kann jederzeit diesen Zustand verlassen und bleibt somit immer Herr über das Geschehen. Der Hypnotiseur gibt dem Patienten die notwendigen Hilfestellungen, um den tiefen Entspannungszustand, der Hypnose genannt wird, zu erreichen. Dieser kann als Funktionszustand des Gehirns zwischen dem Schlaf und dem Wachsein ansiedeln.

Die Hypnose, die in vielen Fällen eine Behandlung erst möglich macht, wird von den meisten Patienten als äußerst angenehm empfunden und sogar genossen. Damit kann für Patienten der Zahnarztbesuch sogar zu einer Bereicherung im Sinne einer neuen Erfahrung bei der Zahnbehandlung werden.

Nach nur wenigen Hypnosebehandlungen kommen die meisten Patienten auch ohne diese aus, d.h. Hypnose macht nicht abhängig, sondern führt zu neu gewonnenem Vertrauen und gestaltet zukünftige Zahnarztbesuche wesentlich angenehmer und „normaler“.

Das Wort Angst vor dem Zahnarzt kann durch Medizinische Hypnose zum Fremdwort werden.

Auch für diese Ergänzung zur Schulmedizin, denn sie kann und soll sie nicht ersetzen, gibt es in unserer Hochschulambulanz für zahnärztliche Prothetik einen Spezialisten, der Ihnen eine neue, sanfte Zahnmedizin näher bringen kann.

Akupunktur:

Die Ursprünge der Akupunktur liegen in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), die gegenüber der „westlichen“ Medizin eine andere Sichtweise für Gesundheit, Krankheit deren Ursachen und Wirkungszusammenhänge aufweist.

Die Akupunktur kann u.a. als Ohr-, Körper- und Schädelakupunktur Anwendung finden. Aus unserer Sicht ist jedoch auch diese Form der sog. Alternativen Heilmethoden ebenso wenig als Heilmittel zu sehen wie die Hypnose oder Homöopathie.

Wird damit jedoch verantwortungsvoll und sinnvoll umgegangen, eignet sich die Akupunktur ebenso wie die beiden anderen Methoden zur Behandlung bestimmter Symtome oder ganzer Krankheitsbilder.

Dabei kann sie schulmedizinische Methoden ergänzen oder in bestimmten Fällen sogar ersetzen.

Wann kann man die Akupunktur anwenden?

Unter zahnärztlichen Aspekten sind folgende Indikationen zu erkennen:

  1. Bei den schon beschriebenen „Kiefergelenkschmerzen“, dem cranio-mandibulären Schmerzsyndrom
  2. Zur allgemeinen Schmerztherapie
  3. Zur Unterdrückung des Würgereizes
  4. Bei Bewegungseinschränkungen im Hals-Kopf-Bereich (z.B. nach einem Schleuderdrama)
  5. Bei Erkrankung der oberen Atemwege, z.B. Entzündungen der Nasennebenhöhlen
  6. Zur Angstreduktion
  7. Zur Behandlung entzündlicher Veränderungen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich

Was passiert bei der Akupunktur?

Der Behandler kann mit kleinsten Nadeln die Akupunkturpunkte durch Einstechen reizen. Geschieht dies allein durch Druck, würde man von Akupressur sprechen.

Die Reizung dieser Punkte, die empirisch gefunden wurden und sich mittlerweile auch anatomisch nachweisen lassen, ruft nicht nur eine lokale Wirkung hervor, sondern auch eine Fernwirkung, da die Punkte über die sog. Meridiane miteinander verbunden sind. Dieses mag Ihnen z.T. auch den Begriff der ganzheitlichen Zahnmedizin ein wenig erklären.

Zahnärzte, die den Umgang mit den Akupunktur-Nadeln gelernt haben, behandeln nicht nur die Zähne, sondern auch den Rest des Menschen.

 
Behandler
Prof. Dr. med. dent. Stephan Eitner
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Ansprechpartner
Sandra Hofmann
Telefon: 09131 85-34113
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